Schutzkonzept * und Verhaltenkodex

Verhaltenskodex

In vielen gemeinsamen Arbeitssitzungen wurden für alle im Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich e.V. Tätigen folgende obligatorischen Verhaltensregeln erörtert, diskutiert und beschlossen:

 

1. Wir achten und respektieren die Rechte der Kinder, die unsere Einrichtungen und Veranstaltungen besuchen und behandeln sie nach dem Gleichheitsgrundsatz. Wir entwickeln keine anderen ausschließenden Beziehungen zu einzelnen Kindern. (Persönliche Geschenke und Verabredungen mit Kindern außerhalb der Tätigkeit im Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich e.V. sind grundsätzlich nicht vorgesehen).

2. Wir behandeln die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten. die die Gestaltung des Kontaktes zu Mitarbeiter*innen selbst bestimmen. Wir drängen ihnen weder Umgangsformen auf, noch verlangen wir von ihnen mehr Preisgabe ihrer Erfahrungen, Gedanken und Gefühle, als sie freiwillig anbieten.

3. Wir sind uns der besonderen Verantwortung als Erwachsene und damit als Modell für Kinder bewusst. Wir wahren den betreuten Kindern gegenüber eine auf der Beschreibung unseres Aufgabenfeldes gründende Distanz.

4. Im Kontext unseres Schutzkonzeptes und als Vorbildfunktion zum Schutz der Kinder sowie zur Wahrung ihrer Privat- und Intimsphäre vermeiden wir das Fotografieren von Kindern. 

Wir hinterfragen die Gründe für das Fotografieren von Kindern (fachliche Notwendigkeit, Dokumentationszwecke; bei Öffentlichkeitsarbeit ist die schriftliche Einwilligung der Sorgeberechtigten einzuholen), klären sie (bzw. bei ganz Jungen die Eltern) altersentsprechend darüber auf und holen explizit ihre Erlaubnis ein. Wir respektieren ein Nein der Kinder (Ausnahmen ergeben sich aus dem Schutzauftrag und sind kollegial abzusprechen). Fotoverbot in den Räumlichkeiten.

5. Wir fragen die Kinder altersentsprechend nach Erlaubnis für Körperkontakt und benennen dessen Zweck (z.B. auf den Stuhl helfen, Jacke ausziehen). 

6. Wir sind als Betreuer*innen verantwortlich für die klare Definition von Grenzen im Umgang der Kinder untereinander und mit uns und sorgen für die Einhaltung. Wir thematisieren frühzeitig in kollegialer Beratung/Supervision Situationen, in denen wir als Betreuer*innen Irritationen (emotionale, verhaltensmäßige und/oder sexualisierte) im Kontakt mit einzelnen Kindern erleben. 

7. Wir achten auf einen respektvollen und achtsamen Umgang miteinander. Es wird eine vertrauens-volle Teamkultur angestrebt, in der auch kritisches Feedback zwischen den Kolleg*innen angebracht werden kann. Wir thematisieren auch grenzverletzendes- und pädagogisches Fehlverhalten in der kollegialen Beratung/Supervision.

8. Wir wenden uns an die Geschäftsführung, wenn wir nach Behandlung in der kollegialen Beratung/ Supervision keine Änderung des Verhaltens und/oder der Handlungen der Kolleg*innen erkennen können (siehe Anhang).

9. Die Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie Schutzbefohlenen in den Räumen sowie bei Veranstaltungen des DKSB liegt immer bei den zuständigen Mitarbeiter*innen.

 

* Unser Schutzkonzept senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.